OMTH

Pharisaeer

Das Beispiel vom Pharisäer und vom Zöllner: Lk 18,9-14

 

9 Einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, erzählte Jesus dieses Beispiel:

10 Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.

11 Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort.

12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.

13 Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!

14 Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

 

Kurze Homilie:

„Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.“ Dieses Bonmot von Karl Valentin kann vielfach auch unsere Situation widerspiegeln. Wir möchten etwas in unserem Leben verändern, tun uns im Alltag dann aber doch schwer, die eingefahrenen Gleise und Gewohnheiten zu verlassen. Da benötigen wir Beistand und Hilfe. Dies verspricht uns der Heilige Geist. Gerade heute, gerade jetzt ist es an der Zeit, dass wir uns IHM öffnen, damit wir, die hier vorne das Chorgestühl bevölkern, nicht zu urteilenden oder gar verurteilenden Pharisäern werden, die doch niemals hinter die Stirn des Bettlers schauen können.

Durch Vergleichen, ob wir besser oder schlechter als andere sind, werden wir nie zu unserer Berufung finden. Wir sind gut genug für das, was uns zu tun aufgetragen ist.

 

Frá Johannes 09.10.2015
Edmund Grümmer © 2015

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