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Retraite 2013


Für meine Brüder im

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R e t r a i t e   J a n u a r   2 0 1 3

 

                                     - 1 -

Maria Lindenberg bei St. Peter im Schwarzwald             Foto: Edmund Grümmer, 2004

Der Blick über die Höhen und Tiefen unseres Lebens

benötigt einen Ort der Ruhe,

einen Platz zum Niederlassen und Erholen.

Dann können wir uns unseren Wahrheiten stellen.

Dann dürfen wir wieder frei atmen,

weil in unserem Herzen die Freiheit lebt.


                                     - 2 -

 

Blick von Badenweiler in die Rheinebene                     Foto: Edmund Grümmer, 2004

Was nah vor unseren Augen steht,

verstellt uns oft den Blick.

Gut wäre es, wenige Schritte weiter zu gehen,

um das Dichte zu durchdringen.

Dann erahnen wir etwas vom Fernen,

das uns zieht - über das Jetzt hinaus.

Leben strebt nach Sinn.

 

                                     - 3 -

Martinskapelle bei Furtwangen im Schwarzwald             Foto: Edmund Grümmer, 2004

Selten wird unser Leben plan und eben verlaufen,

doch wir dürfen es

wie eine Landschaft rhythmisieren.

Dann erkennen wir seine Schönheit,

seine Tiefe und Weite,

selbst wenn wieder einmal graue Tage kommen.

Leben ist stete Verwandlung.


 

                                     - 4 -

Donauquelle in Donaueschingen                             Foto: Edmund Grümmer, 2004

Klar wie ein Brunnentopf darf unser Leben sein.

Klar darf das Auge sein,

das in seine Tiefe blickt.

Dann spüren wir trotz aller Klarheit

jene geheimnisvollen Kräfte,

die unser Leben prägten und prägen.

Ihre Wahrheit macht uns frei.

 

                             - 5 -

Alter Friedhof bei Grünwald/Ostpreußen                  Foto: anonym

Nichts ist von Dauer,

lediglich eine alles durchdringende Lebenskraft,

solange Gott unsere Welt bestehen lässt.

Seien wir Baum,

nicht eingewachsenes Kreuz.

Dann spüren wir, daß es nach jeder Nacht

wieder tagt, auch nach Trauer.

Leben sucht unser Anschmiegen.

 

                                     - 6 -

Kapelle zu Au bei Lofer im Salzburger Land                     Foto: Edmund Grümmer, 2005

 

Sanfte Wege seien dem Alter gemäß, sagen manche,

Jugend jedoch stürme die Gipfel.

Lohn der Mühe ist Weite.

Dann brauchen wir keine Abgrenzung

gegen andere Menschen.

Berge lassen Kameradschaft wachsen.

Selbstverliebtheit ist tote Enge.

 

                                     - 7 -

Tor der „Alten Kapelle“ zu Kierspe im Sauerland            Foto: Edmund Grümmer, 2004

Der Tod beendet das Leben,

aber er schafft auch ein neues.

Steh auf. Geh hinaus.

Die Welt, das Leben, die Menschen warten auf Dich.

Geh Deinen Weg und bleibe behütet.

Aufmerksame und liebe Menschen sollen Dich begleiten,

damit Du das Ziel findest, das in Deinem Herzen liegt.

 

- 8 -

Non nobis, lieber Bruder,

bleibe in aller Not beschützt von dem,

der Dein bisheriges Leben auch

stets in seinen liebevollen Händen hielt.

Schaue auf Deine Aufgabe,

die Gott Dir in diesem Leben zugedacht hat

- und liebe!

Herzlichst Dein

Frà Johannes

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